Herzlich willkommen an unserem Standort Hamburg, dem Sitz der TrÀgergesellschaft Erzieher Dr. Filter & Partner im TrÀgerverbund sozial.sh.

Unsere Leistungsangebote

Unter dem Namen sozial.sh Hamburg bietet der TrĂ€ger am Standort Hamburg Leistungen der ambulanten Kinder-, Jugend- und Familienhilfe an. SchwerpunktmĂ€ĂŸig werden erbracht:

  • Erziehungsbeistand, Betreuungshilfe nach § 30 SGB VIII
  • Systemische PerspektivklĂ€rung (im Rahmen SozialpĂ€dagogischer Familienhilfen nach § 31 SGB VIII)
  • Begleitete UmgĂ€nge nach § 18 SGB VIII (Einzel- und Gruppenangebot)

Die Angebote sind sowohl sozialrÀumlich orientiert als auch auf den Gesamtbereich der Hamburger Jugendhilfe ausgerichtet.

Das Gesamtkonzept ist getragen von neuesten bindungstheoretischen und psycho-traumatologischen Erkenntnissen. Kinder, Jugendliche und Familiensysteme werden von uns darin unterstĂŒtzt, Defizite im Kontext von Beziehung und Bindung zu erkennen und darauf aufbauend notwendige FĂ€higkeiten zu entwickeln, um sich im Bereich der Familie und sozialrĂ€umlich eingliedern zu können.

Systemische PerspektivklÀrung

Unsere Hilfen nach § 31 SGB VIII bieten neben der klassischen sozialpĂ€dagogischen Familienhilfe (SPFH) die systemische PerspektivklĂ€rung als eine besondere Form der SozialpĂ€dagogischen Familienhilfe an (wahlweise auch nach § 30 SGB VIII zu erbringen). Diese Hilfe kann von allen Hamburger JugendĂ€mtern in Anspruch genommen werden. Sie ist nicht spezifisch sozialrĂ€umlich ausgerichtet, sondern bezieht auch Jugendhilfeeinrichtungen außerhalb Hamburgs mit ein.

Schwerpunkt der systemischen PerspektivklĂ€rung ist die Vermeidung von Inobhutnahmen, wenn eine KindeswohlgefĂ€hrdung im Raume steht. Die systemische PerspektivklĂ€rung kann in diesem Fall eine detaillierte Bestandsaufnahme leisten mit anschließender traumapĂ€dagogischer Analyse, um die Bereitschaft und FĂ€higkeit der Eltern zur Abwendung der Gefahr festzustellen.

FĂŒr den Fall, dass aus der systemischen PerspektivklĂ€rung eine RĂŒckkehroption ins Familiensystem resultiert, bieten wir auch eine RĂŒckkehrbegleitung im Rahmen von §§ 30, 31 SGB VIII an.

Eine systemische PerspektivklĂ€rung ist immer dann sinnvoll, wenn es Unklarheiten darüber gibt, was für ein Kind, das fremd untergebracht worden ist – insbesondere aufgrund einer KindeswohlgefĂ€hrdung nach § 1666 BGB –, ein sinnvoller nĂ€chster Schritt sein kann.

Mögliche Fallkonstellationen sind:

  • Das Kind befindet sich aufgrund von akuter KWG in einer Pflegefamilie (§ 33 SGB VIII), in einer Heimeinrichtung (§ 34 SGB VIII) oder in Inobhutnahme (§ 42 SGB VIII);
  • die Perspektive für den zukünftigen Lebensort des Kindes wĂ€hrend eines laufenden Gerichtsverfahrens oder einer noch nicht abgeschlossenen Begutachtung ist unklar;
  • die Perspektive zum Ende eines Aufenthalts in einer Mutter-Kind-Einrichtung ist unklar;
  • ein Elternteil oder das Kind wünschen nach lĂ€ngerfristiger Fremdunterbringung die Rückkehr in das Familiensystem.

Die systemische PerspektivklĂ€rung trĂ€gt vorrangig zu der Antwort bei, ob eine Rückkehroption in den elterlichen Haushalt besteht. Für Kinder, für die es keine Rückkehroption gibt, hilft die systemische PerspektivklĂ€rung einen geeigneten sicheren Ort zu finden.

Spielfiguren systemische Arbeit

Arbeit mit dem Familienbrett
als Instrument systemischer Familienarbeit

Motorik Kinder

Beratung und Betreuung von Umgangskontakten

Begleitete UmgÀnge sollen Kindern und Eltern helfen, bestehende Bindungen aufrecht zu erhalten und eine weiterhin förderliche Beziehung aufzubauen.

  • Die Eltern sollen dabei die Möglichkeit erhalten, an der fortlaufenden Entwicklung ihres Kindes teilzuhaben.
  • Den Kindern soll die Möglichkeit gegeben werden, bestehende Bindungen und Beziehungen zur Herkunftsfamilie aufrecht zu erhalten, ohne dabei einer weiteren Belastung und GefĂ€hrdung ausgesetzt zu sein.

Das Ziel des Angebots des begleiteten Umgangs gemĂ€ĂŸ § 18 Abs. 3 SGB VIII mit Unterstützung von mitwirkungsbereiten Dritten ist die VerselbststĂ€ndigung der Besuchskontakte zwischen Kindern und ihrer Herkunftsfamilie.

Weitere Formen der Umgangsbegleitung sind bspw.

  • Umgangsbegleitung bei stationĂ€rer Unterbringung (verfügt als Nebenleistung nach § 30 SGB VIII)
  • Begleitete Umgangsanbahnung

Zielgruppen

Zielgruppen unserer Angebote sind Kinder, Jugendliche und Familien, die es aufgrund unterschiedlicher Problemlagen nicht aus eigener Kraft geschafft haben, sich sinnhaft in vorhandene soziale Systeme zu integrieren bzw. sich darin zurechtzufinden. Dazu gehören unter anderem:

  • Konflikthafte Familiensysteme
  • Krisenhafte Familiensysteme
  • Kinder und Jugendliche in Krisensituationen
  • Kinder und Jugendliche ohne reale Perspektive
  • Eltern und Kinder in der Umgangsbegleitung
Spielende Jungs
Foto Verfahren

Dr. Filter & Partner in der Verfahrensbeistandschaft

Nach § 158 Abs. 1 FamFG hat das Gericht dem minderjÀhrigen Kind in Kindschaftssachen, die die Person des Kindes betreffen, einen geeigneten Verfahrensbeistand zu bestellen, soweit dies zur Wahrnehmung seiner Interessen erforderlich ist.

Nach § 158 Abs. 2 ist die Bestellung in der Regel erforderlich,

  1. wenn das Interesse des Kindes zu dem seiner gesetzlichen Vertreter*innen erheblichem Gegensatz steht,
  2. in Verfahren nach §§ 1666 und 1666a BGB, wenn die teilweise oder vollstÀndige Entziehung der Personensorge in Betracht kommt,
  3. wenn eine Trennung des Kindes von der Person erfolgen soll, in deren Obhut es sich befindet,
  4. in Verfahren, die die Herausgabe des Kindes oder eine Verbleibensanordnung zum Gegenstand haben,
  5.  oder wenn der Ausschluss oder eine wesentliche BeschrÀnkung des Umgangsrechts in Betracht kommen.

Auch bei der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen nach § 1631 b BGB ist die Bestellung eines Verfahrensbeistandes erforderlich.

Dr. Filter & Partner in der Umgangspflegschaft

  • Im Sorgerechtsverfahren nach § 1666 BGB:
    Weil eine ausdrĂŒckliche gesetzliche Regelung fehlte, wurde im Rahmen der Gerichtspraxis in Sorgerechtsverfahren nach § 1666 BGB (elterliches Fehlverhalten bezĂŒglich der Umgangsproblematik) seit einigen Jahren Umgangspflegschaft in Form der allgemeinen ErgĂ€nzungspflegschaft i.S.v. § 1909 BGB als Teilregelungskomplex fĂŒr den Bereich Umgang angeordnet.
  • Im Umgangsverfahren nach § 1684 Abs. 3 BGB:
    Der Begriff der Umgangspflegschaft wurde durch das FGG-ReformGesetz mit der Änderung des § 1684 Abs.3 BGB ab 1. 9. 2009 in das Gesetz eingefĂŒhrt. In diesem Verfahren ist, anders als bei dem Verfahren nach § 1666 BGB, zur Einsetzung einer Umgangspflegschaft die Feststellung einer KindeswohlgefĂ€hrdung nicht erforderlich. Es genĂŒgt das Verhalten eines Elternteils, welches die Wohlverhaltensklausel gemĂ€ĂŸ § 1684 Abs. 2 Satz 1 BGB verletzt.
  • Anders als bei der Umgangsregelung gegenĂŒber einem Elternteil darf die Umgangspflegschaft bei Umgang mit Dritten nur angeordnet werden, wenn eine KindeswohlgefĂ€hrdung festgestellt wird.
Foto Vater mit Kind

TrÀger & Leitung

Portrait Dr. Ilona Filter

Dr. Ilona Filter

GeschĂ€ftsfĂŒhrung

Kontakt

sozial.sh Hamburg
Fruchtallee 17
20259 Hamburg

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